Aufmacher

„Mit Moses in den Krieg“ – Der offizielle DDR-Antisemitismus im Original

Was Sie gleich lesen, trieft vor Hass gegen den jüdischen Staat Israel. Der nachfolgend dokumentierte Text stammt aber nicht aus dem Mitteilungsblatt der Wehrsportgruppe Hoffmann oder einer anderen Nazigruppe.

„So werden historische Tatsachen mit ein paar Federstrichen zu Lügen verdreht.“

Der Artikel „Mit Moses in den Krieg“ erschien im Juli 1986 in der Armeerundschau einer staatlich betriebenen Zeitschrift für Soldaten der Nationalen Volksarmee. Mit ausgewählten Versatzstücken und unbelegten Behauptungen versucht das Staatsorgan Armeerundschau ein möglichst düsteres Bild des jüdischen Staates, seiner Bürger und seiner Streitkräfte zu zeichnen.

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Die irren politischen Ansichten von Xavier Naidoo

Normalerweise führt ein Auftritt vor NPD-Anhängern, Verschwörungstheoretikern und Antisemiten, wie ihn der Soulsänger Xavier Naidoo im vergangenen Herbst vor dem Reichstag hingelegt hat, schnurstracks in die gesellschaftliche Isolation. Nicht so bei dem 43jährigen. Nach einigen harschen Kritiken in verschiedenen Zeitungen und der obligatorischen Distanzierung der Mannheimer Lokalpolitik legte sich der Sturm der Entrüstung schnell wieder. Der Privatsender Vox teilte Anfang dieses Jahres mit, dass er eine zweite Staffel der Show »Sing meinen Song« mit dem prominenten Mannheimer als Gastgeber produziert. Als Grund für die weitere Zusammenarbeit gab der Sender an, dass Naidoo sich von den Vorwürfen distanziert habe. »Von daher gibt es für uns keinen Anlass, unsere Pläne mit ihm zu ändern.« „Die irren politischen Ansichten von Xavier Naidoo“ weiterlesen

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#Bärgida im Prenzl’Berg

BerlinDie allmontäglichen Demonstrationen des Vereins Bärgida sind ein ganz besonderes Phänomen. Eine politische Petrischale in der sich die ideologischen Versatzstücke immer neu mischen – da gibt es fast alles von verbitterten Konservativen, über diffuse Rechte, Reichsromantiker, fundamentalistische Christen, patriotische Hooligans bis hin zu klar definierten Neonazis. Jeden Montag am Washingtonplatz vor dem Berliner Hauptbahnhof flattert also die Flagge Israels auch über Köpfen, die an den Nationalen Sozialismus glauben. So etwas kann wohl nur in Berlin gutgehen.

Den Teilnehmern der Gegenkundgebung sind diese Feinheiten reichlich egal. «Wer mit der Bärgida marschiert: Ist ein Nazi», skandieren sie. Heute werfen sie Bärgida vor, mit ihrem Aufzug am 9. November das Gedenken an die Reichsprogromnacht zu beschmutzen. „#Bärgida im Prenzl’Berg“ weiterlesen